Liposuktion beim Lipödem des Stadium III


Am 19.09.2019 soll in der 30. öffentlichen Sitzung des Plenums beim Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) folgendes beschlossen werden:

Auszug aus der Tagesordnung:

8.3.2   Änderung Richtlinie Methoden Krankenhausbehandlung (KHMe-RL) und Änderung Richtlinie Methoden vertragsärztliche Versorgung (MVV-RL) sowie Erstfassung einer Richtlinie zur Qualitätssicherung: Liposuktion bei Lipödem im Stadium III: Beschlussfassung  (Quelle: https://sitzungsanmeldung.g-ba.de/)

Hintergrund:

Von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn wurde im Dezember 2018 eine Soforthilfe für Lipödembetroffene in Form von operativen Therapien mit Start im Januar 2020 angeregt.

Bereits seit 2014 wird beim G-BA das Thema Liposuktion beim Lipödem bzw. im späteren Verlauf über eine Erprobungsstudie zur Liposuktion beim Lipödem beraten.

Vom unparteiischen Vorsitzenden des G-BA, Herrn Prof. Hecken, wurde vorgeschlagen, die sofort zugängliche Liposuktion auf das Stadium III zu begrenzen. So soll zunächst den stark betroffenen Frauen schnell geholfen, jedoch die ab 2020 kommende Erprobungsstudie "Liposuktion bei Lipödem" nicht gefährdet werden, indem man Patientinnen aller Stadien die "Tür zur Liposuktion" öffnet.

Nach intensiven und zeitaufwändigen Beratungen sollen am 19.09.2019 die entsprechenden Richtlinien für den Krankenhausbereich wie auch für die niedergelassenen Vertragsärzte beschlossen werden.

Ab Januar 2020 dürfen die Betroffenen im Stadium III Liposuktionen auf Krankenkassenkosten durchführen lassen. Dabei werden bestimmte Voraussetzungen einerseits von den Betroffenen, aber auch von den Ärzten, zu erfüllen sein. Diese Voraussetzungen werden nach der Beschlussfassung veröffentlicht.